Ärzte Zeitung online, 17.11.2010
 

KV-Chef Munte wird mit Qualitätspreis geehrt

BERLIN (hom). Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Axel Munte, ist Preisträger des "Deutschen Qualitätspreises Gesundheit 2010". Die Preisverleihung findet im Rahmen des 4. Nationalen Qualitätskongresses Gesundheit am 25. und 26. November in Berlin statt.

KV-Chef Munte wird mit Qualitätspreis geehrt

Dr. Axel Munte

© KVB

Die vom Verein "Gesundheitsstadt Berlin" gestiftete Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und zählt zu den bedeutendsten nationalen Qualitätspreisen für das Gesundheitswesen. Mit der Auszeichnung werden insbesondere Persönlichkeiten oder Institutionen gewürdigt, die sich in vorbildlicher Weise für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte zur Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung einsetzen.

Der Geschäftsführer von Gesundheitsstadt Berlin Dr. Franz Dormann sagte, Munte habe seit Beginn seiner Tätigkeit als Vorstandschef der KV Bayerns im Jahr 2001 "diverse Qualitätsmaßnahmen in der ambulanten Medizin konzipiert und umgesetzt". So habe er etwa die Einführung eines flächendeckenden Projekts zur Brustkrebsfrüherkennung in Bayern maßgeblich vorangetrieben. Das Projekt gilt als Vorreiter des heute deutschlandweiten Mammografie-Screenings. Auch in Fragen der Qualität von Ultraschalluntersuchungen sei die KV Bayerns unter Muntes Führung "ihrer Zeit weit voraus gewesen", betonte Dormann.

Auf dem 4. Nationalen Qualitätskongress in Berlin, den die "Ärzte Zeitung" als Medienpartner begleitet, werden in Symposien und Seminaren aktuelle Themen aus den Bereichen Qualität, Sicherheit und Hygiene erörtert - diesmal mit den Schwerpunkten transsektorale Qualitätssicherung, Peer Review Verfahren, Routinedaten und Arzneimittelsicherheit.

Diskutiert wird auch, ob und wie sich das Gesundheitswesen nach Qualitätsgesichtspunkten steuern lässt. Kritiker bemängeln immer wieder, das deutsche Gesundheitssystem sei zu sehr auf Kosten- und zu wenig auf Qualitätswettbewerb ausgerichtet. Ein Lösungsansatz wird unter anderem in sogenannten "Pay for Performance"-Modellen gesehen, bei denen Ärzte und Kliniken an ihrer Leistung gemessen und entsprechend vergütet werden. Kontrovers diskutiert wird dabei allerdings die Frage, ob Non-Performance auch Abzüge bei der Vergütung nach sich ziehen muss.

Informationen zum 4. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit

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