Ärzte Zeitung, 27.12.2010

Rösler: Mediziner aus Osteuropa keine Lösung

BERLIN (dpa). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sieht in einem Zuzug von Ärzten aus den osteuropäischen EU-Ländern keine Lösung für den Ärztemangel in Deutschland. "Das wird das Grundproblem nicht lösen. Denn in der sehr menschlichen Beziehung zwischen Arzt und Patient wie auch zwischen Pflegekraft und Patient spielt das Sprachliche und das Kulturelle eine große Rolle", sagte Rösler in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu".

Gleichwohl sei es fatal, ausländische Ärzte, die bereits in Deutschland leben, daran zu hindern, ihren Beruf auszuüben, betont Rösler. "Deshalb haben die zuständigen Bundesministerien eine Gesetzesvorlage zur Anerkennung ausländischer Approbationen und Staatsexamen auf den Weg gebracht. Zudem prüfen wir gerade, die Approbation nicht länger an die deutsche Staatsbürgerschaft zu binden."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »