Ärzte Zeitung, 18.01.2011

Barmer kündigt Alt-Hausarztverträge der früheren GEK

KÖLN (iss). Die Barmer GEK hat zum Jahreswechsel die Hausarztverträge der früheren GEK gekündigt. Damit hat die größte deutsche Krankenkasse ab 2011 nur noch in den Regionen einen Vertrag, in denen es eine Schiedsamtsentscheidung zur hausarztzentrierten Versorgung gibt, etwa Baden-Württemberg.

Nach der Fusion von Barmer und GEK zum 1. Januar 2010 hatten die Versicherten, die sich in die regionalen Hausarztverträge der GEK eingeschrieben hatten, zunächst Bestandsschutz. Neueinschreibungen waren nicht mehr möglich.

Inzwischen habe sich die Sachlage geändert, sagt ein Sprecher der Kasse. "Die Kündigung ist notwendig geworden, weil die Verträge nicht mehr den Voraussetzungen des GKV-Finanzierungsgesetzes entsprechen." Die Verträge sind zu teuer.

Denn nach der Gesundheitsreform dürfen die Honorare nicht mehr über denen der Regelversorgung liegen. Die Kündigung ändere aber nichts an der Tatsache, dass die Barmer GEK nach wie vor ein grundsätzliches Interesse an Hausarztverträgen habe.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19489)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie können sie für eine Impfung gewonnen werden? mehr »

Mama leckt den Schnuller ab – kein Tabu

Botschaft einer neuen US-Studie: Das Ablutschen kann Vorteile fürs Immunsystem der Kinder haben. mehr »

Cannabis-Prohibition kostet Staat Milliarden

Über Pro und Contra der Cannabisfreigabe lässt sich lange streiten. Bei ökonomisch nüchternem Kalkül wäre die Sache jedenfalls von Vorteil. mehr »