Ärzte Zeitung, 28.02.2011

Kassen können keinen Mangel an Ärzten feststellen

BERLIN (sun). Nach Ansicht des GKV-Spitzenverbands hat Deutschland mehr Ärzte als für die medizinische Versorgung gebraucht werden. "Wir haben in überversorgten Gebieten 25 000 niedergelassene Ärzte zu viel und in Mangelregionen lediglich 800 niedergelassene Ärzte zu wenig", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg.

Anreize für Hausärzte in dünn besiedelten Gebieten seien "wünschenswert", müssten aber mit Abschlägen in Gebieten mit zu vielen Ärzten einhergehen. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hatte zuvor in der Zeitung "Die Welt" der Forderung der Union, Wartezeiten auf einen Termin beim Facharzt auf drei Wochen zu begrenzen, eine Absage erteilt.

Der Grund für lange Wartezeiten sei nicht der Unwillen der Ärzte, Patienten zu behandeln. "Fakt ist: Es gibt zu wenige Ärzte, die überhaupt noch Termine vergeben können", so Rösler.

Lesen Sie auch:
Kassen fordern Umverteilung statt Honorarplus

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Pflege-Eigenanteil deckeln!

Viele Bundesbürger klagen darüber, dass die Pflegeheime teuer seien, berichtet die DAK in ihrem Pflegereport. Kassenchef Storm schlägt nun vor, den Eigenanteil für Pflegebedürftige zu beschränken. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »