Ärzte Zeitung, 22.03.2011

Thüringer Stiftung sucht Nachwuchs für Augenärzte

WEIMAR (rbü). Jetzt will die KV Thüringen auch gegen den Mangel an ambulanten Augenärzten im Freistaat vorgehen. Die vor einem Jahr gegründete Stiftung zur Förderung der ambulanten Versorgung werde ihre Tätigkeit von den Hausärzten auf die Augenärzte ausweiten, kündigte KVT-Chefin Regina Feldmann an.

In mehreren Regionen Thüringens müsse der Landesausschuss eine Unterversorgung feststellen. Dringend erforderlich sei auch eine Änderung der Weiterbildungsordnung der Augenärzte durch die Einführung von ambulanten Abschnitten, so Feldmann.

Der Vorsitzende der Vertreterversammlung sowie der Thüringer Augenärzte, Andreas Jordan, forderte eine verbindliche ambulante Weiterbildung von mindestens sechs Monaten. Derzeit sei nur eine Kann-Bestimmung verankert.

 Ein Knackpunkt sei allerdings die Finanzierung. Feldmann rief die Kassen dazu auf, die Kosten für die Assistenten hälftig zu tragen. Derzeit sind in ganz Thüringen nur fünf Weiterbildungsassistenten für Augenheilkunde tätig, davon vier an einer Klinik, einer ambulant, so Jordan. Von der Stiftung konnten bereits 16 Stipendien an angehende Hausärzte vergeben werden, weitere 15 wurden beantragt.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18208)
Organisationen
KV Thüringen (373)
Personen
Regina Feldmann (362)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »