Ärzte Zeitung, 28.03.2011

Hessen: Liberale werben für Vernetzung von Klinik und Praxis

WIESBADEN (ine). Modelle der ambulant-stationären Vernetzung sollten im geplanten Versorgungsgesetz der Bundesregierung berücksichtigt werden, fordert die FDP-Fraktion im Wiesbadener Landtag.

Dieser Meinung schließt sich der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen Ärzten (LAOH) in Seligenstadt an. Gut funktionierende Kooperationen zwischen ambulanten Operateuren und Kliniken trügen zur Sicherung der Versorgung auf dem Land bei. FDP und LAOH begrüßen deshalb die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, die Budgetierung ab 2012 aufzuheben.

Für den LAOH stellt die Deckelung ambulanter Operationen einen "freiheitsbeschränkenden und berufsregelnden Eingriff" dar, der unvereinbar mit dem Grundgesetz sei. Dies lässt der Verband durch die EU-Kommission rechtlich prüfen.

Falls der Minister für seine Pläne in der Koalition keine Mehrheit findet, sei zudem eine Verfassungsbeschwerde in Arbeit, so LAOH-Chef Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »