Ärzte Zeitung, 30.03.2011

Hausbesuche sorgen in Hamburg für Streit

HAMBURG (di). Die Krankenkassen in Hamburg stellen wie erwartet keine zusätzlichen Finanzmittel für Hausbesuche bereit.

Damit ist klar, dass die ab dem zweiten Quartal beschlossene bessere Honorierung der Heim- und Hausbesuche auch in der Hansestadt zu Lasten des Regelleistungsvolumens der jeweiligen Fachgruppe geht. Dies betrifft in erster Linie Hausärzte.

KV und Kassen in Hamburg verständigten sich darauf, dass die für Hausbesuche zur Verfügung stehenden Mittel zunächst den Ärzten zugute kommen sollen, die auch Vorjahresquartal Haus- und Heimbesuche vorgenommen haben.

Der vor einem Jahr erbrachte Umfang soll zum vollen, angehobenen Honorar vergütet werden. Alle weiteren Haus- und Heimbesuche - also auch von Ärzten, die diese Leistung neu erbringen - werden quotiert bedient. Die KV hatte die Verschiebung des Honorars zu Lasten der RLV kritisiert.

"Diese Lösung ist absolut unbefriedigend", heißt es in einem Telegramm der KV an ihre Mitglieder. Die KV erneuerte ihre Forderung, wonach für zusätzliche Leistungen auch zusätzliches Geld bereitgestellt werden muss.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Bluttest erkennt acht Krebsformen gleichzeitig

Ein universeller Bluttest auf Krebs zur Früherkennung: Dieser Vision sind US-Forscher jetzt einen Schritt nähergekommen. mehr »