Ärzte Zeitung, 07.04.2011

Selektivverträge sind Hoffnungsträger für KVB

Selektivverträge sind Hoffnungsträger für KVB

Selektivverträge für Haus- oder für Fachärzte können die Versorgung in unterversorgten Regionen verbessern, sagt Bayerns KV-Chef Dr. Wolfgang Krombholz.

MÜNCHEN (sto). Selektivverträge nach Paragraf 73b und c SGB V können zu einer besseren medizinischen Versorgung in unterversorgten Regionen beitragen, so der Vorsitzende der KV Bayerns (KVB), Dr. Wolfgang Krombholz.

"Eine Stärkung der primärärztlichen Versorgung durch Hausärzte und versorgende Fachärzte verbessert die Versorgungssituation für die Patienten sofort spürbar und nachhaltig", sagte Krombholz. Gleichzeitig könnte eine besser ausgebaute ambulante Versorgung helfen, Ausgaben im Gesundheitswesen zu sparen.

"Obwohl die Ausgaben für die ärztliche Vergütung in Bayern höher sind als im Bundesdurchschnitt, liegen die Gesamtausgaben für die ambulante Versorgung unter dem Schnitt", sagte Krombholz. Grund seien die geringeren Ausgaben etwa für Arzneimittel in Bayern.

Die regionalen Versorgungsstrukturen und die damit verbundenen Kosten sollten deshalb in der Summe bewertet werden. Kritisch äußerte sich Krombholz zu den Ambulanten Kodierrichtlinien, die "alles andere als valide und ausgereift" seien.

Zunächst müsse eine wissenschaftlich fundierte und praktikable Form gefunden werden, um die Morbidität zu messen. Die KV-Vertreterversammlung hat sich dafür ausgesprochen, die Einführung der AKR über den 30. Juni hinaus auszusetzen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »