Kongress, 29.04.2011

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wolfgang van den Bergh, Chefredakteur

der 117. Internistenkongress, der an diesem Samstag seine Tore öffnet, fällt in eine politisch spannende Zeit. Die Diskussion um ein neues Versorgungsgesetz hat begonnen, einen ersten Entwurf soll es bereits in wenigen Wochen geben.

Ganz oben auf der Agenda steht die Frage, wie die Versorgung in Zukunft angesichts sinkender Arztzahlen in Klinik und Praxis sichergestellt werden kann.

Vordergründig geht es um die Überwindung der Schnittstelle ambulant und stationär. Doch die Herausforderungen sind größer: Die Hürden innerhalb und zwischen den medizinischen Indikationen müssen fallen. Und hier kommt der Inneren Medizin eine Schlüsselrolle zu.

Angesichts der demografischen Entwicklung werden neben chronischen Erkrankungen die Komorbiditäten zunehmen - im psychischen wie im somatischen Bereich. Hier werden Fragen gestellt, auf die nur die Innere Medizin eine Antwort geben kann. Denn: Die Multimorbidität ist die eigentliche Kerndisziplin der Inneren Medizin.

Und dem trägt der diesjährige Kongress in besonderer Weise Rechnung. Zentrale Bedeutung hat das Leitthema "Lebensphasen". Es ergänzt exzellent die Hauptthemen, wie etwa die Stoffwechselmedizin, die Therapien in der Onkologie, das Thema Immunität und Entzündung und nicht zuletzt die klinische Epidemiologie.

Allen Themen liegen zwei Prinzipien zugrunde: die Querschnittsbedeutung der Inneren Medizin und eine auf das Individuum angepasste Therapieoption.

Der Internistenkongress nimmt die Herausforderungen der künftigen Gesundheitsversorgung an. Und die Politik wäre gut beraten, in diesen Tagen auf Wiesbaden zu schauen, denn hier wird sie Einblicke in die medizinische Versorgung von morgen bekommen. Gesundheitsminister Philipp Rösler hat sein Kommen fest zugesagt.

Mit großem Interesse wird auch die "Ärzte Zeitung" den Kongress als Medienpartner begleiten. In zwei weiteren Sonderausgaben werden wir Sie über das Kongressgeschehen aktuell und kompetent informieren. Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erkenntnisreichen Kongress,

Ihr

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