Ärzte Zeitung online, 29.05.2011

Tarifstreit um Ärzte in BG-Kliniken verschärft sich

KIEL (HL). Die große Tarifkommission des Marburger Bundes hat am Sonntagmorgen beschlossen, die Tarifverhandlungen für die rund 1200 Ärzte in berufsgenossenschaftlichen Kliniken für gescheitert zu erklären.

Damit laufen jetzt die Vorbereitungen für eine Urabstimmung über Streiks an.

Der Hintergrund: Der Marburger Bund fordert für einen neuen Tarifvertrag - Laufzeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 - eine lineare Steigerung der Gehälter von sieben Prozent. Er begründet dies mit einem erheblichen Abstand zu den Gehältern der Ärzte an kommunalen Kliniken.

In der ersten Verhandlungsrunde hatte der Verband der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken 2,7 Prozent angeboten, dies aber unmittelbar danach auf 2,3 Prozent reduziert.

Der Streit betrifft neun BG-Kliniken, ausgenommen ist das UKB Marzahn in Berlin, für dessen 130 Ärzte ein eigener Tarifvertrag existiert.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18761)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »