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Ärzte Zeitung online, 30.05.2011

KBV-VV fordert Medikationsmanager

KIEL (HL). GKV-Versicherte sollen einen Anspruch auf ein Medikationsmanagement bekommen, wenn sie mindestens fünf systemisch wirkende Arzneimittel einnehmen müssen. Das hat die KBV-Vertreterversammlung am Montagnachmittag beschlossen.

Ärzte sollen dabei nur noch die Indikation stellen sowie Wirkstoffmenge und Wirkstoffstärke verordnen. Gemeinsam mit dem Apotheker soll das Medikationsmanagement übernommen werden. Der Apotheker selbst wählt das konkrete Arzneimittel aus.

Ziel der KBV ist es, die Vertragsärzte von der ökonomischen Verantwortung für Arzneiverordnungen zu befreien. Richtgrößen und Richtgrößenprüfungen sollen damit entfallen können.

Ähnliches soll für Heilmittelverordnungen gelten: "Die indikationsgerechte Verordnung von Heilmitteln in Form von Langzeit-, Regel- und Verordnungen außerhalb der Regelverordnung sollen nicht mehr der Richtgrößenprüfung unterliegen", heißt es in dem VV-Beschluss. Regresse sollen so vermieden werden.

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