Ärzte Zeitung online, 30.05.2011

KBV-VV: Vorstand soll Sicherheitslücke bei der E-Card aufklären

KIEL (HL). Nach dem in unterschiedlichem Tempo angelaufenen Basis-Rollout der E-Card droht aufgrund einer neuen, vergangene Woche bekannt gewordenen Panne eine weitere Verzögerung. Die KBV-Vertreterversammlung hat den Vorstand dazu aufgefordert, Klarheit zu schaffen.

Als eine "extrem ärgerliche Irritation" bezeichnete KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller die neue Panne, die bei den derzeit am Markt erhältlichen e-Health-BCS-Kartenterminals aufgetreten sind.

Danach ist unter bestimmten Umständen theoretisch eine gefälschte PIN-Abfrage möglich. Medizinische Informationen über Patienten seien davon nicht betroffen.

Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs sei äußerst unwahrscheinlich, weil der Fehler nur auftritt, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig erfüllt sind, sagte Müller.

Die KBV-Vertreterversammlung sprach sich in einem Beschluss dafür aus, dass die KBV unverzüglich auf die genaue Aufklärung des Sachverhalts und des möglichen Gefährdungspotenzials hinwirkt.

Dabei müsse beachtet werden, dass die Signaturstellung mit dem Heilberufs ausweis einschließlich der PIN-Eingabe von Anfang an sicher erfolgen können müss.

Sollte das Sicherheitsniveau mit einem Software-Update erhöht werden können, dann müsse dieses unverzüglich bereitgestellt werden. Die Kosten dafür dürften nicht den Ärzten aufgebürdet werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »