Ärzte Zeitung, 12.07.2011

Mehr Kooperation erhöht die Zahl der Thorax-Op

BERLIN/EBERSWALDE (ami). Neue Wege in der stationären Gesundheitsversorgung gehen das Berliner Vivantes Klinikum Neukölln und das Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde.

Durch eine Kooperation werden rund 200 lungen- und thoraxchirurgische Eingriffe in Eberswalde zusätzlich ermöglicht.

Immer dienstags ist der Leitende Oberarzt aus dem Neuköllner Vivantes Klinikum in Eberswalde. Dort operiert er, nimmt an der Tumorkonferenz teil und bietet eine Spezialsprechstunde für thoraxchirurgische Krankheitsbilder an.

Zudem haben die Berliner Experten jederzeit Zugang zu Röntgenbildern aus dem Eberswalder Krankenhaus, indem sie sich in das dortige Krankenhaussystem einloggen.

Thoraxchirurgie: "Neues" Fach in Eberswalde

"Und sollte sich ein Fall dort hochkomplex gestalten, so haben wir immer noch die Möglichkeit, den Patienten oder die Patientin an unsere Klinik nach Berlin-Neukölln zu holen", sagt Dr. Stephan Eggeling, Chefarzt Thoraxchirurgie des Vivantes Klinikums Neukölln.

Das sei bislang aber erst sechs Mal der Fall gewesen, während schon rund 60 Operationen in Eberswalde vorgenommen wurden. Die Kooperation besteht bereits seit Jahresanfang.

"Patienten im Nordosten Brandenburgs profitieren sehr von der neuen Behandlungsmöglichkeit, weil Thoraxchirurgie in Eberswalde bisher nicht angeboten werden konnte und nun eine wohnortnahe Versorgung auf Spitzenniveau besteht", so Matthias Lauterbach, Geschäftsführer der GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH, zu der das Eberswalder Krankenhaus gehört.

Patienten mit Lungentumoren mussten bisher oft nach Neuruppin im Westen Brandenburgs oder Berlin gebracht werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »