Ärzte Zeitung online, 07.07.2011

Neuer Hausärztevertrag mit Techniker Kasse in Bayern

MÜNCHEN (sto). Der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) und die Techniker Krankenkasse (TK) haben am Mittwoch einen Hausarztvertrag unterzeichnet, der zum 1. Oktober in Kraft tritt.

"Der Vertrag trägt entscheidend dazu bei, die Hausarztversorgung für TK-Versicherte zu verbessern", erklärte BHÄV-Vorsitzender Dr. Dieter Geis in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Vertragspartner.

"Uns war wichtig, die hausarztzentrierte Versorgung in Bayern durch einen eigenen Vertrag gestalten zu können", sagte der Leiter der TK-Landesvertretung Bayern Christian Bredl.

Die Fallwertobergrenze liegt wie im bundesweiten TK-Vertrag bei 76 Euro. Die Vergütung setzt sich aus kontaktabhängigen Pauschalen und Zuschlägen zusammen. Die kontaktabhängige Pauschale beträgt im ersten Halbjahr 95 Euro und im zweiten Halbjahr 50 Euro.

Für die Versorgung chronisch Kranker gibt es Zuschläge: Bei einer chronischen Erkrankung beträgt der Zuschlag zehn Euro pro Quartal, bei zwei chronischen Erkrankungen 27,50 Euro und bei drei chronischen Erkrankungen 55 Euro.

Dazu kommen gesondert abrechenbare Vergütungen für besondere Einzelleistungen, zum Beispiel für Hausbesuche, die mit 30 Euro vergütet werden.

Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2014 und wird über die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft (HÄVG) abgewickelt. TK-Versicherte, die in dem Ende vergangenen Jahres gekündigten Vertrag eingeschrieben waren, müssen sich nicht erneut einschreiben.

Techniker Krankenkasse und Deutscher Hausärzteverband haben außerdem eine gemeinsame Evaluation der hausarztzentrierten Versorgung nach diesem Vertrag vereinbart.

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