Ärzte Zeitung, 18.07.2011

Einstiegshürde für Gastro-IV-Vertrag wird gesenkt

STUTTGART (eb). Facharztverbände, Medi und AOK Baden-Württemberg haben die Hürden für niedergelassene Gastroenterologen gesenkt, die am Integrationsvertrag Gastroenterologie teilnehmen wollen.

Künftig gilt: Wer am Facharztvertrag nach Paragraf 73 c teilnimmt, kann dies nun automatisch auch beim Integrationsvertrag. Bisher hatte der IV-Vertrag höhere Zugangsvoraussetzungen vorgesehen als das Facharztprogramm.

Im IV-Vertrag mussten die Ärzte bisher 600 Gastroskopien und 500 Koloskopien nachweisen, im 73c-Vertrag dagegen 600 Endoskopien, davon 200 Koloskopien und zehn Polypektomien, teilte Medi mit. Daher hätten nicht alle interessierten Fachärzte teilnehmen können.

Der parallel laufende IV-Vertrag sei für die Ärzte ein Vorteil, da die Abrechnung von Endoskopien im Facharztvertrag noch nicht vereinbart ist. Dagegen könnten diese im IV-Vertrag höher abgerechnet werden als in der KV.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »