Ärzte Zeitung online, 22.07.2011

Risiko von Behandlungsfehlern beim Hausarzt gering

FRANKFURT (HL). Das Risiko für Patienten, bei ihrem Hausarzt Opfer eines Behandlungsfehlers zu werden, ist vergleichsweise gering.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) unter Berufung auf die Behandlungsfehlerstatistik der Bundesärztekammer hin, die jüngst veröffentlicht worden ist.

Danach sind im Jahr 2010 bei Hausärzten 331 Schadensfälle registriert worden. Bezogen auf die rund 160 Millionen Patientenkontakte pro Jahr bewertet die DEGAM die Zahl der vermuteten Behandlungsfehler als "erfreulich gering".

Sie sieht darin auch einen Erfolg guter individueller Kenntnis und Beziehung zwischen Hausärzten und ihren Patienten sowie des hausärztlichen Qualitätsmanagements, der Qualitätszirkel, der Fehlermeldesysteme und der evidenzbasierten Leitlinien, die die Fachgesellschaft der Allgemeinärzte entwickelt hat.

Pro Hausarzt gab es rein rechnerisch 0,0082 Schadensfehler. Günstiger ist die Kennziffer nur noch bei Internisten mit 0,0067. Das höchste Risiko besteht bei Ärzten für Unfallchirurgie und Orthopädie, gefolgt von den Allgemeinchirurgen.

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