Ärzte Zeitung online, 26.07.2011

Kostenerstattung: KV Bayerns setzt auf Gesundheitskonten

Kostenerstattung: KV Bayerns setzt auf Gesundheitskonten

Das Thema Kostenerstattung steht in Bayern nach wie vor hoch im Kurs. Erst vor wenigen Wochen hatte die KV eine Pilotprojekt gestartet - Ärzte in Ingolstadt simulieren die Kostenerstattung. Nun schlägt die KV Gesundheitskonten vor.

MÜNCHEN (sto). Die Einführung der Kostenerstattung bei gesetzlich Krankenversicherten könnte durch die Einrichtung von Gesundheitskonten unterstützt werden, so die stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Ilka Enger.

Im Kern geht es dabei darum, dass für jeden teilnehmenden Versicherten bei seiner Krankenkasse ein individuelles Gesundheitskonto geführt wird, das bei Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen belastet wird.

Über die Kontobewegungen erhält der Versicherte regelmäßig einen Kontoauszug. Die Abrechnung dieser Leistungen erfolgt nach der GOÄ, erläuterten Enger und der Leiter des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse, Dr. Thomas Drabinski bei einer der KVB und des Ingolstädter Praxisnetzes GO-IN.

Im Praxisnetz GO-IN läuft derzeit eine Umfrage in den Praxen, mit dem Ziel, die finanziellen Auswirkungen der Kostenerstattung bei gesetzlich Krankenversicherten besser abschätzen zu können.

Die Einführung von Gesundheitskonten für die Versicherten könnte dabei zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen führen und den Ärzten mehr Planungssicherheit beim Honorar geben, hieß es dazu bei der Informationsveranstaltung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »