Ärzte Zeitung online, 02.08.2011

Honorarabschläge - KBV kritisiert CSU-Idee

BERLIN (vdb). Der aus Unionskreisen gemachte Vorschlag, niedergelassene Ärzte in überversorgten Gebieten zur Kassen zu bitten, ist auf massive Kritik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gestoßen.

Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" lehnten die beiden Vorstände Dr. Andreas Köhler und Dr. Carl-Heinz Müller den Vorschlag als untaugliches Mittel ab, um mit diesem Geld Ärzte in unterversorgten Gebieten zu unterstützen bzw. Kollegen einen Anreiz zu bieten, sich in unterversorgten Gebieten niederzulassen.

Viel wichtiger sei es, so Köhler weiter, eine genaue Analyse darüber anzustellen, wie etwa die Inanspruchnahme von Versicherten ist, die auf dem Land wohnen, ihren Arbeitsplatz in der Stadt haben und dort ihren Arzt aufsuchten.

Mit weiteren Stellungnahmen hielt man sich in Koalitionskreisen zurück. Das Kabinett berät am Mittwoch über den Gesetzentwurf.

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