Ärzte Zeitung online, 03.08.2011

Reaktionen zum Versorgungsgesetz

Ärzteschaft ist voll des Lobes

Die Ärzteschaft begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Versorgungsstrukturgesetz. Er schaffe gute Anreize für Ärzte, sich in ländlichen Gebieten niederzulassen. Davon profitierten Ärzte und Patienten, so das Lob.

Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Bundesärztekammer, sagte im Deutschlandfunk: "Hier wird endlich mal zukunftsorientierte Gesundheitspolitik gemacht." Zwar gestehe er ein, dass man trefflich streiten könne, ob der Gesetzentwurf weit genug gehe, aber "es ist ein vernünftiger Ansatz".

Montgomery betonte: "Wir haben heute eben die Fehlanreize drin, die darin bestehen, dass ein Arzt, der besonders viele Patienten auf dem Land behandeln muss, weil es keine anderen mehr gibt, dafür auch noch geringere Honorare bestraft wird. Das schafft der Gesetzentwurf ab, das ist vernünftig, dafür können sich die Patienten bedanken."

Der Vizepräsident der Landesärztekammer Hessen, Martin Leimbeck, sieht im Versorgungsgesetz gute Ansätze, die aber allein nicht ausreichen werden, den Ärztemangel auf dem Land zu beheben.

"Allerdings werden Maßnahmen wie finanzielle Anreize und eine stärkere Durchlässigkeit der Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung nicht ausreichen, um die ärztliche Versorgung insgesamt auch perspektivisch sicher zu stellen" , so Leimbeck, der selbst Landarzt ist. (chb/ths)

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