Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Kommentar

Suche nach Verbündeten

Von Ilse Schlingensiepen

Die Ärzte in NRW haben nicht mehr viel Zeit. Sie müssen alle Hebel in Bewegung setzen, damit eine Regelung zur Konvergenz der vertragsärztlichen Vergütung noch Eingang in das laufende Gesetzgebungsverfahren für die Gesundheitsreform findet.

Die Idee, verstärkt Flagge zu zeigen und der Forderung mit einer eigenen Homepage Nachdruck zu verleihen, ist pfiffig. Die Hoffnung der Initiatoren: Mit Informationen können sie Unterstützer gewinnen und dann nach außen demonstrieren, dass ein breites Bündnis hinter dem Wunsch nach mehr Honorargerechtigkeit steht.

Das kann als Argumentationshilfe dienen. Die Frage ist nur, wie schlagkräftig ein solches Instrument ist, um in Politik und Ministerien Gehör zu finden.

Deshalb ist es gut, dass die Ärzte nicht nur auf das eine Pferd setzen. Sie haben sich mit Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens eine wichtige Mitstreiterin gesichert. Der Wettlauf gegen die Zeit ist mit dem Freischalten der Homepage noch nicht zu Ende.

Mitte September wollen die NRW-KVen in Berlin gemeinsam mit Steffens vor die Presse treten, um für die Konvergenz zu werben - rechtzeitig vor der Beratung des Gesetzes im Bundestag.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Ärzte in NRW geben Kampf um gerechte Bezahlung nicht auf

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »