Ärzte Zeitung, 27.09.2011

Versorgungsdefizite - ein runder Tisch soll in NRW her

DÜSSELDORF (iss). Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) will die Akteure im Gesundheitswesen an einen Tisch bekommen, um nach Lösungen für Versorgungsdefizite zu suchen.

"Wir müssen gemeinsam sehen, welche Probleme wir in Nordrhein-Westfalen tatsächlich haben und wie wir sie beheben können", sagte Steffens beim Sommerempfang der Ärztekammer Nordrhein und der KV Nordrhein in Düsseldorf.

Aktuellen Handlungsbedarf sieht sie etwa bei den Wartezeiten bei niedergelassenen Ärzten. "Es kann nicht sein, dass wir in Nordrhein-Westfalen Wartezeiten haben, die nicht zumutbar sind."

Ärzte, Kassen und Politik müssten gemeinsam nach den Ursachen suchen, forderte die Ministerin.

Gesundheitswesen hinterfragen

Bei der Überprüfung der Versorgungssituation sollte für sie ein Leitgedanke im Vordergrund stehen: "Wir müssen dringend das Gesundheitswesen an jeder Stelle aus dem Blickwinkel der Patienten hinterfragen."

Zu den Themen, die Steffens am runden Tisch klären will, gehört deshalb die Frage, ob und in welchen Bereichen Geld ausgegeben wird, ohne dass es den Patienten zugute kommt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie das Ebola-Virus das Immunsystem austrickst

Das Ebola-Virus hat einen molekularen Trick entwickelt, mit dem es das Immunsystem ablenkt. Ganz hilflos ist das Immunsystem allerdings nicht – dank einer Gegenmaßnahme. mehr »

Medizin unterm Hakenkreuz

Die zweite Staffel der erfolgreichen Klinikserie erzählt die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtester Klinik – und die Abgründe der Medizin in der Nazizeit. mehr »

Erhitztes, rauchfreies Tokio?

Olympia 2020 in Tokio steht unter einem schlechten Stern: Die Hitzewelle 2018 rückt die Gesundheitsgefährdung für Athleten wie Zuschauer in den Fokus. Die Megalopole soll zudem zum rauchfreien Gastgeber werden. mehr »