Ärzte Zeitung, 30.09.2011

KVen erobern Petitionsausschuss

KÖLN (iss). Die nordrhein-westfälischen Ärzte haben es geschafft: Innerhalb von drei Wochen hat die Bundestags-Petition zur Konvergenz der Honorare mehr als 70.000 Unterstützer gefunden.

Jetzt wird es eine öffentliche Anhörung zu den bundesweiten Unterschieden in der Vergütung der niedergelassenen Ärzte geben. Dort erhält der Vorstandsvorsitzende der KV Westfalen-Lippe (KVWL) Dr. Wolfgang-Axel Dryden als Petent ein Rederecht.

"Wir haben unser erstes großes Etappenziel erreicht, denn durch die Thematisierung im Petitionsausschuss kommt das Thema direkt in Berlin auf den Tisch", freut sich Dryden. Die Masse an Unterstützern zeige, dass auch den Bürgern des Landes das Ansinnen wichtig sei.

Weiterhin zähle aber jeder Stimme. "Je mehr Unterstützer wir noch bis Ende Oktober bekommen, umso größer wird unser Rückenwind." Die Eingabe kann bis zum 20. Oktober im Internet mitgezeichnet werden, später noch per Brief oder Fax.

Die KVWL kämpft gemeinsam mit der KV Nordrhein und dem Landesverband der Praxisnetze NRW darum, dass die Politik die Benachteiligung der nordrhein-westfälischen Ärzte bei der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung aufhebt.

Auch die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat sich das Anliegen zu eigen gemacht.

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[01.10.2011, 13:24:12]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Initiative statt Zueignung!
Es war gerade die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den GRÜNEN/Bündnis 90, die den Konvergenzgedanken mit initiiert hat: Bereits beim 3. Jahreskongress der KVWL am 18.6.2011 wurde von der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation und Pflege in NRW, sozusagen im grünen Schulterschluss mit der KVWL, die Notwendigkeit einer bundesweiten Konvergenzregelung mit einheitlichem GKV-Vergütungsdurchschnitt bei Haus- und Fachärzten unterstrichen.

Bei einer Pressekonferenz des NRW-MGEP am 17.7.2011 betonte die Ministerin, dass ihrer Ansicht nach die Konvergenz der ärztlichen Honorierung zwingend ist. "Solange wir in Nordrhein-Westfalen ein unterdurchschnittliches und - im Verhältnis zu den meisten anderen Ländern - ein zu niedriges Honorarvolumen haben, wird es schwer, die besten Ärztinnen und Ärzte in das Rheinland und nach Nordrhein-Westfalen zu locken."

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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