Ärzte Zeitung, 01.11.2011

Kommentar

Hoffen auf die Zeit nach 2013

Von Raimund Schmid

Selten hat der Hausärzteverband derart viele Rückschläge einstecken müssen wie im vergangenen Jahr. So mussten gleichzeitig die gesetzlichen Restriktionen für Hausarztverträge, die Blockade von Selektivverträgen durch vieler Kassen und der gescheitere Ausstiegsbeschluss der bayerischen Hausärzte bewältigt werden.

Das hat Spuren hinterlassen, wie bei der practica in Bad Orb deutlich wurde. Und ruhigere Fahrwasser sind nach den Attacken des bayerischen Ex- Hausärztechefs Hoppenthaler auch nicht in Sicht.

Auf mittlere Sicht sind die Perspektiven gleichwohl günstiger: Immer mehr Parteien, Politiker und einflussreiche Verbände unterstützen die Positionen des Hausärzteverbandes, der weniger den generellen Ärztemangel als vielmehr zu wenig Hausärzte als das zentrale Zukunftsproblem ansieht.

Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2013 und die Aussicht auf neue attraktivere Verträge sind das nicht unbedingt die schlechtesten Voraussetzungen.

Lesen Sie dazu auch:
Verbandsspitze gibt Hausärzte-Chef Geis Rückendeckung

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (20684)
Personen
Raimund Schmid (226)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wo Ärzte für die Telematikinfrastruktur gut gerüstet sind

Bis 31. März sollten Vertragsärzte den Anschluss an die Telematikinfrastruktur bestellt haben – sonst drohen Honorarkürzungen. Ein Blick in die KVen zeigt, wie der Stand ist. mehr »

Wo die Masern-Impfung (nicht) angesagt ist

In Deutschland treten Masern zuletzt vermehrt auf, was die Diskussion um eine Impfpflicht neu entfacht hat. Viele Kinder erhalten bislang die Impfungen nicht. Wir zeigen anhand von Landkarten, wie hoch die Masern-Impfquoten in den einzelnen Stadt- und Landkreisen sind. mehr »

Regierung will faire Kassen-Wahl

Bundesgesundheitsminister Spahn wünscht mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Mit einem neuen Gesetz will er das AOK-System umkrempeln. Und der Risikostrukturausgleich soll deutlich mehr Krankheiten enthalten. mehr »