Ärzte Zeitung online, 13.12.2011
 

Extrabudgetäre Leistungen im Südwesten unverändert

Extrabudgetäre Leistungen im Südwesten unverändert

STUTTGART (fst). Zum Jahreswechsel 2011/2012 stehen Vertragsärzten in Baden-Württemberg keine großen Änderungen ins Haus.

Die mit den Krankenkassen für 2011 vereinbarten Verträge werden im kommenden Jahr zunächst fortgeführt, wurde bei der Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg vergangene Woche in Stuttgart mitgeteilt.

Damit bleibt auch die Vergütung der besonders förderungswürdigen Leistungen beim ambulanten Operieren, den belegärztlichen Leistungen und bei der Substitutionsbehandlung im neuen Jahr vorerst unverändert.

Gleiches gilt für Leistungen im Rahmen der Onkologievereinbarung für Ärzte, die nicht an der Regelung im Bundesmantelvertrag teilnehmen.

Fortgesetzt werden auf der bestehenden Basis soll auch die Honorarverteilung, und zwar bis zum 30. Juni 2012. Ab dann soll ein neuer Honorarverteilungsvertrag gelten, der den Vorgaben des Versorgungsstrukturgesetzes Rechnung trägt.

Ankauf von Praxen abgelehnt

Übernommen aus dem laufenden Jahr wird 2012 die Förderung des organisierten Notfalldienstes außerhalb der Notfallpraxen am Krankenhaus. Dort wird jeder Fall mit 7,50 Euro gefördert. Gelten soll dies solange, bis die geplante Neustrukturierung des Notfalldienstes umgesetzt ist.

Unangetastet bleibt ebenso die mit den Kassen vereinbarte Strukturpauschale für die 43 Notfallpraxen an Krankenhäusern. Diese erhalten ebenfalls zusätzlich 7,50 Euro je Behandlungsfall.

Einstimmig abgelehnt haben die KV-Delegierten den im Versorgungsstrukturgesetz vorgesehenen Ankauf von Praxen durch die KV. Dies sei ein untaugliches Mittel, um die Versorgung zu sichern.

Die Delegierten bezeichnen es als "völlig unakzeptabel", dass die KV eine Entschädigung aus der Gesamtvergütung zahlen soll, falls künftig der Zulassungsausschuss eine Nachbesetzung ablehnt.

Diese Mittel seien für die Patientenversorgung gedacht und dürften nicht für solche Strukturmaßnahmen verwendet werden. Zudem würde der Verkehrswert der Praxis in diesem Fall nach einem "nicht validierten Verfahren" festgelegt.

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