Ärzte Zeitung, 18.12.2011

KV Berlin: Umstrittene Prämien sollen zurückgezahlt werden

BERLIN (ami). Die umstrittene Zahlung von rund 550.000 Euro an die drei Vorstände der KV Berlin war am Freitag Thema beim ersten Treffen des neuen Berliner Gesundheitssenators Mario Czaja (CDU) mit dem KV-Vorstand und dem Chef der Vertreterversammlung.

Die KV teilte auf Nachfrage mit, der Termin sei länger geplant gewesen, um Fragen der Patientenversorgung zu besprechen. Die Vergütung sei aus aktuellem Anlass thematisiert worden. Das Gespräch sei konstruktiv verlaufen. Alle Beteiligten hätten ihre Einschätzungen der Situation dargelegt, so die KV.

Sie kündigte weitere Gespräche "in naher Zukunft" an. Die Senatsgesundheitsverwaltung wolle, dass die Gelder zurückgezahlt werden, sagte eine Sprecherin der "Ärzte Zeitung".

Die KV-Vorstände sind unter Beschuss geraten, weil sie sich jeweils rund ein komplettes Jahresgehalt als Prämie haben auszahlen lassen, das nur bei Rückkehr zur Praxistätigkeit vorgesehen gewesen sei. Die Vertreterversammlung hat die Auszahlung abgesegnet. Dem Vernehmen nach soll sie aber zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgt gewesen sein.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18232)
Organisationen
KV Berlin (799)
Personen
Mario Czaja (186)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

Nach dem knappen Abstimmungsergebnis pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Sonderparteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. Die KBV reagiert skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »