Ärzte Zeitung online, 30.12.2011
 

Nordrheins Ärztechef begrüßt ASV

KÖLN (iss). Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) bringt den Ärzten neue Spielräume in der Versorgung, mit denen sie aber sorgfältig umgehen müssen. Davon geht der neu gewählte Präsident der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) Rudolf Henke aus.

"Nach meiner persönlichen Meinung könnte die geplante ambulante spezialfachärztliche Versorgung zu mehr Freiheit in der Patientenversorgung führen", sagt Henke in der aktuellen Ausgabe des "Rheinischen Ärzteblatts".

Dabei müsse klar sein, dass in diesem Bereich nur das erbracht wird, was durch die fachärztliche Versorgung nicht abgedeckt werden kann.

Henke begrüßt, dass der Gesetzgeber den Leistungskatalog für die spezialfachärztliche Versorgung stärker eingeschränkt hat als zunächst geplant.

Vertrauen nicht enttäuschen

"Grundsätzlich sehe ich es als Vertrauensbeweis gegenüber der Ärzteschaft an, dass eine Versorgungsform ohne Bedarfsplanung, ohne Budgetierung und ohne Mengenbegrenzung eingeführt wird."

Man traue den Ärzten offenbar zu, sich an den Bedürfnissen der Patienten zu orientieren und indikationsgerecht zu handeln.

Jetzt werde mit Spannung beobachtet, wie gut den Ärzten das gelingt, zumal es sich um ein so sensibles Thema wie schwere und seltene Erkrankungen handelt, erwartet der ÄKNo-Präsident.

"Hier dürfen wir das Vertrauen nicht enttäuschen und müssen uns besonders sorgfältig an ärztliches Denken halten."

Henke sieht eine "riesige Verantwortung" beim Gemeinsamen Bundesausschuss, der die Qualitätsanforderungen und die Zuweisungsvoraussetzungen bestimmen soll.

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