Ärzte Zeitung, 07.02.2012

Kommentar

Honorarfreiheit ist nicht "umsonst"

Von Rebekka Höhl

Ist die Regionalisierung der Honorarverteilung Fluch oder Segen? An dieser Frage scheiden sich die KV-Geister. Zwar begrüßen nahezu alle KVen den wieder erlangten Honorar-Spielraum. Denn dieser ermöglicht es ihnen, endlich wieder regionale Besonderheiten bei der Geldverteilung mit einfließen zu lassen. Aber unter dem faktisch auf 1,25 Prozent gedeckelten Honorarzuwachs in diesem Jahr glauben viele Standesvertreter, kaum etwas zum Verteilen zu haben.

Und für die Zukunft? Da sieht die eine oder andere KV regelrecht schwarz. Allein könne man doch kaum mehr Geld bei den Kassen locker machen - und schon gar nicht die Honorarungerechtigkeiten der letzten Jahre ausbügeln.

Das trifft tatsächlich zu - für jene KVen, die nicht mit guten Argumenten und Versorgungskonzepten in die Verhandlungen gehen. Und für jene, die sich schon vor jedweden Verhandlungen selbst klein reden.

Denn so viel steht fest: In Zeiten, in denen Kasseninsolvenzen nicht nur auf dem Papier existieren und die Kassen auf ihren Haushalt bedacht sind und Versicherte nicht mit Zusatzbeiträgen abschrecken wollen, werden sie nur dort mehr investieren, wo sie für ihre Versicherten Vorteile sehen.

Und wo es eine gute Kosten-Nutzen-Bilanz gibt. KVen, die solche Konzepte bieten können, sind dann die Gewinner.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Spalten regionale Honorare die Ärzteschaft?

[08.02.2012, 09:56:52]
Dr. Thomas Assmann 
Stimmt !
Stimmt die Bevorzug einiger Regionen in Deutschland ist nicht umsonst !
Die Bevorzugung geht komplett zur lasten anderer Regionen und deren
Patienten insbesonders, der Benachteiligung der Menschen in NRW !

Wie richtig gesagt, nichts ist umsonst !

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »