Ärzte Zeitung, 16.03.2012

Versicherte wünschen mehr Zeit und Aufklärung vom Arzt

Die Mehrheit der Patienten ist zufrieden mit der ärztlichen Versorgung. Ärzte sollten sich aber mehr Zeit für ihre Patienten nehmen, legt die Forsa-Umfrage nahe.

MÜNCHEN (fst). Mehr Zeit im Sprechzimmer oder in der Klinik und intensivere Aufklärung - das sind die größten Wünsche von Bürgern für ihre medizinische Versorgung.

Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage bei 1003 Bürgern über 18 Jahre in Bayern im Auftrag der DAK-Gesundheit ergeben. Danach wünschten sich 68 Prozent der Befragten mehr Zeit für Patienten, 66 Prozent eine intensivere Aufklärung.

Für kürzere Wartezeiten sprachen sich 60 Prozent der Befragten aus. Patienten wollten mehr Informationen über ihre Erkrankung und die notwendige Therapie, sagte Sophie Schwab, Vertragschefin der DAK-Gesundheit in Bayern, zu den Ergebnissen.

Ältere Patienten besonders zufrieden

Insgesamt zeigten sich 30 Prozent "sehr" und 51 Prozent "eher" zufrieden mit der ärztlichen Versorgung. 13 Prozent bezeichneten sich als "eher unzufrieden", drei Prozent als "sehr unzufrieden".

Je älter die Befragten, desto zufriedener äußerten sie sich über die Versorgung. Bei den über 60-Jährigen waren 87 Prozent sehr oder eher zufrieden.

Interessant auch: Überdurchschnittlich zufrieden zeigt sich die Gruppe der älteren Befragten, die besonders häufig in den vergangenen zwölf Monaten Ärzte in Praxis oder Klinik aufgesucht hat.

Unterschiede ergeben sich auch je nach Wohnort: In Städten von über 500 000 Einwohnern gehörten nur elf Prozent zu den eher oder gar nicht Zufriedenen. Dagegen entfielen in Dörfern bis 5000 Einwohnern 17 Prozent der Befragten in diese Kategorie.

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