Ärzte Zeitung, 16.03.2012

Hessens Kliniken halten Spardeckel für überholt

Höhere Gehälter für Klinikärzte und eine gesetzliche Zwangsabgabe der Kliniken - das zwingt Kliniken in Hessen zum Personalabbau. Jetzt wollen auch sie an die Milliardenüberschüsse der GKV.

WIESBADEN (ine). In Hessen fordern Verbände eine finanzielle Entlastung der Kliniken. Dazu sollten die Überschüsse der GKV eingesetzt werden, heißt es beim Klinikverbund Hessen und bei der Hessischen Krankenhausgesellschaft.

Vor zwei Jahren sei ein Defizit von elf Milliarden Euro prognostiziert worden, was den Gesetzgeber veranlasst habe, von Kliniken einen Sanierungsbetrag zu verlangen.

Die Prognose habe sich als falsch erwiesen. Auch in Hessen seien viele Kliniken gezwungen, Personal abzubauen. Hinzu kämen steigende Ausgaben: Allein durch die Tarifvereinbarung mit dem Marburger Bund würden die Personalkosten um vier Prozent steigen.

Die Finanzierungslücke belaufe sich auf eine Milliarde Euro, schätzen die Verbände.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So rechnen Ärzte IGeL korrekt ab

IGeL-Abrechnungen führen immer wieder zu Streit mit Patienten oder privaten Kostenträgern, der bis vor den Kadi geht. Hier kommt es auf Details an – und Finger weg von Pauschalen! mehr »

Wer an Darmkrebs stirbt, hat oft das Screening vernachlässigt

Wie wichtig ein regelmäßiges Darmkrebs-Screening ist, wird in einer Untersuchung erneut deutlich. Bei den allermeisten Darmkrebstodesfällen war dies vernachlässigt worden. mehr »

Wieviel Notdienstpflicht tut not?

Die KV Bayerns muss nach einem Urteil des BSG die Regeln für den ärztlichen Notfalldienst überarbeiten. Die Richter gaben einem Orthopäden recht, der sich gegen Sonderregelungen gewehrt hatte. mehr »