Ärzte Zeitung, 19.03.2012

Kommentar

Nebensache Gesundheitspolitik?

Von Michael Kuderna

Auf diesen Rekord hätte der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler sicher gerne verzichtet: Mit nur 18 Tagen war seine Amtszeit als Chef der Gesundheitsministerkonferenz die bisher kürzeste. Auch an der Spitze des Gesundheitsressorts im Saarland waren ihm nur zweieinhalb Jahre vergönnt.

Dennoch kann der FDP-Politiker wenigstens zwei sichtbare Erfolge verbuchen. Zum einen ist endlich die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Saar-Uni in der Zielgeraden, zum anderen hat er das ewige Tauziehen um die üppige Krankenhauslandschaft in dem klammen Land ein Stück weit entschärft.

Dabei setzte er auf den Zusammenschluss kleinerer Häuser, auf Kooperationen und auf eine klarere Profilierung einzelner Standorte.]

Eines allerdings ist sicher: Die Arbeitsbelastung für den nächsten Gesundheitsminister wird größer. Die Parteien sind sich einig, nach der Landtagswahl die Zahl der Ministerien auf sechs zu begrenzen und die Zuständigkeit für Gesundheit an einem anderen Ressort anzubinden.

Bleibt zu hoffen, dass die Themen nicht nur "nebenbei" erledigt werden. Gesundheitspolitik darf nicht nur verwaltet, sondern muss gestaltet werden.

Lesen Sie dazu auch:
Wilde Farbenspiele vor der Saarland-Wahl

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