Ärzte Zeitung, 31.03.2012

Sachsen: Ausländische Ärzte hoffen auf Bürokratieabbau

Der Freistaat Sachsen soll ein neues Integrationskonzept bekommen. Die Landesärztekammer hält den Plan für den richtigen Weg - und hofft auf weniger Bürokratie.

DRESDEN (tt). Die sächsische Landesärztekammer hofft auf Erleichterungen für ausländische Ärzte, die im Freistaat eine Tätigkeit aufnehmen wollen.

Knut Köhler, Sprecher der Kammer, begrüßte das Zuwanderungs- und Integrationskonzept (ZIK), das dazu von der sächsischen Staatsregierung auf den Weg gebracht worden ist.

"Wir verzeichnen seit Jahren eine Zuwanderung von ausländischen Ärzten. Diese haben meist enorme bürokratische und zeitaufwändige Hürden zu nehmen", erklärte Köhler.

"Die Kammer erhofft sich vom ZIK eine Senkung dieser Hürden, wie zum Beispiel bei der Bearbeitungszeit."

Verwaltungen verbinden

Das ZIK sieht vor, dass ausländischen Fachkräften, also auch Medizinern, die Zuwanderung erleichtert wird und ihnen gleiche Chancen und Lebensbedingungen geboten werden.

Dafür soll unter anderem ein "Netzwerk für Integration" geschaffen werden, in dem Verwaltungsstellen, mit denen Zuwanderer in Berührung kommen, verbunden werden.

Außerdem soll eine Informations- und Beratungsstelle zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen geschaffen werden.

Zudem ist ein sogenannter Gesundheitswegweiser geplant. Dieser macht mehrsprachig mit dem deutschen Gesundheitssystem vertraut und vermittelt Patienten an mehrsprachige Ärzte.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19240)
Personen
Knut Köhler (27)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »