Ärzte Zeitung, 16.05.2012

Scheitert die GOÄ-Reform an der Beihilfe?

BERLIN (HL). Während sich im Streit um die Reform der GOÄ zwischen der Bundesärztekammer und der privaten Krankenversicherung eine vorsichtige Annäherung der bislang konträren Standpunkte um eine vertragliche Ausgestaltung der Privathonorare abzeichnet, könnte eine einvernehmliche Lösung vor allem an der Beihilfe scheitern.

So hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) deutlich gemacht, dass aus der Sicht seines Ministeriums als Träger der Beihilfe eine "kostenneutrale Ausgestaltung" der neuen GOÄ wichtig ist, um signifikante Auswirkungen auf den Bundesetat zu vermeiden, berichtet "Die Welt".

Laut dieser Zeitung sagte ein Beamter des niedersächsischen Finanzministeriums, man müsse einen "angemessenen Honorarzuwachs in Kauf nehmen".

Bei der PKV möchte man nun insoweit auf die Ärzte zugehen, als man künftig die Vokabel "Öffnungsklausel" vermeiden will. Ein Preisdumping sei nie das Ziel der PKV gewesen, versicherte PKV-Chef Reinhold Schulte.

Vertragliche Vereinbarungen sollten nur dazu dienen, beispielsweise die Erfüllung besonderer Qualitätskriterien gesondert zu honorieren.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

17:00Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

Keuchhusten - längst keine Kinderkrankheit mehr

An Pertussis erkranken in Deutschland vor allem Erwachsene. Sie stellen eine Gefahr für Säuglinge dar. Wir zeigen, wie viele Erkrankte es seit 2001 gab und wie alt sie waren. mehr »