Ärzte Zeitung, 18.10.2012

Substitutionsmedizin

Bayerns Ärztetag gegen Kriminalisierung

AUGSBURG (sto). Gegen eine Kriminalisierung von substituierenden Ärzten hat sich der 71. Bayerische Ärztetag in Augsburg gewandt.

Die Behandlung Opiatabhängiger sei eine der schwierigsten Aufgaben und ermögliche den Patienten wieder einen Beruf auszuüben oder weiter am beruflichen Leben teilzunehmen.

Dies sei der wesentlichste Aspekt, der dazu beitrage, dass die Patienten nicht in der Kriminalität landen, erklärten die Ärztetagsdelegierten.

Die Behandlung von Opiatabhängigen müsse von Rechtsvorschriften begleitet werden, die es dem Arzt ermöglichen, ohne Angst substituieren zu können, forderte der Ärztetag. Politik, Staatsanwaltschaft und Gerichte sollten sich deshalb mit ärztlichen Experten zusammensetzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »