Ärzte Zeitung, 20.11.2012

Kliniken

Vertragsärzte bevorzugt?

DÜSSELDORF. Der Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands Professor Hans-Fred Weiser wirft der Bundesregierung eine zunehmende Bevorzugung des Vertragsarztbereichs im Vergleich zum Krankenhaussektor vor.

Das zeigt seiner Einschätzung nach schon die Schaffung der spezialfachärztlichen Versorgung als einem dritten Versorgungssektor.

"Ich fürchte, dass der vertragsärztliche Sektor aufrüstet und gedenkt, den Bereich zu übernehmen", sagte Weiser beim 35. Deutschen Krankenhaustag während der Medica in Düsseldorf.

Auch in den geplanten Maßnahmen zur Überwindung des Ärztemangels sieht Weiser einen Beleg für die Benachteiligung der Kliniken.

"Obwohl die deutschen Krankenhäuser nach wie vor die Hauptlast der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und der ärztlichen Aus- und Weiterbildung tragen, werden sie in diesem Zusammenhang mit keinem Wort erwähnt", kritisierte er.

Weiser forderte die schwarz-gelbe Koalition auf, einen Masterplan Gesundheit aufzulegen, um der Ausrichtung auf Partikularinteressen ein Ende zu bereiten. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wer viel Wasser trinkt, beugt Harnwegsinfekten vor

Den Ratschlag, viel zu trinken, sollten sich Frauen nicht nur während eines Harnwegsinfektes zu Herzen nehmen. Auch wer danach reichlich Wasser trinkt, profitiert davon. mehr »

In der Praxis oftmals auch knifflige Fälle

Die Regeln, wie und wann ein Arzt einen Patienten krankschreiben darf, sind in der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie festgehalten. In der Praxis gibt es jedoch viele knifflige Fälle. mehr »

Handlungsbedarf bei Chronikerpauschale!

Die Chronikerzuschläge für Hausärzte bleiben eine der dringendsten Hausaufgaben für die Selbstverwaltung. Es wird Zeit, die alten bürokratischen Zöpfe abzuschneiden, meint unser Abrechnungsexperte. mehr »