Ärzte Zeitung, 14.01.2013

Bayern

Fachärzte wollen "klare Ansage"

Fachärzte wollen vor der Bundestagswahl Parteien auf den Zahn fühlen.

MÜNCHEN. Der neu gegründete Bundesverband der niedergelassenen Fachärzte (BVNF) will im Wahljahr 2013 von Gesundheitspolitikern wissen, wie sie sich die Zukunft der fachärztlichen Versorgung vorstellen.

"Wir lassen uns nicht länger von der Politik mit Versprechen zur Bevorzugung einzelner Arztgruppen mit Separatverträgen auseinanderdividieren", sagte Dr. Wolfgang Bärtl, Vorstandssprecher des Bayerischen Facharztverbandes (BFAV) und Interims-Vorsitzender des BVNF.

Ziel seines Verbandes sei es, "eine klare Ansage zu machen, was wir wollen und zur angemessenen Versorgung unserer Patienten brauchen, damit die ambulanten Versorgungsstrukturen insbesondere auf dem flachen Land nicht zusammenbrechen".

Dabei wolle der BVNF über alle Fachrichtungen hinweg mit gemeinsamer Stimme sprechen, "denn wir laufen ansonsten Gefahr auseinanderdividiert, vergessen und letztlich existenziell vernichtet zu werden", sagte Bärtl.

Es sei "bezeichnend und erschreckend zugleich, dass in den Wahlprogrammen der Parteien der niedergelassene Facharzt keine Verwendung mehr findet." (sto)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »