Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Hausärzte in Bayern

Zweifel an KBV-Umfrage

MÜNCHEN. Der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) hat Zweifel an der Aussagekraft der KBV-Umfrage zum Sicherstellungsauftrag angemeldet.

"Tendenziöse Umfragen mit Ergebnissen, die bereits im Voraus feststehen, braucht kein Mensch", erklärte BHÄV-Vorsitzender Dr. Dieter Geis in München.

Deshalb hätten sich die Delegierten des BHÄV Ende vergangenen Jahres auch gegen eine Teilnahme an der Umfrage ausgesprochen.

Jetzt werde das Ergebnis der KBV-Umfrage "nur zu gern" zum Anlass genommen, "uns Ärztinnen und Ärzten eine weitgehende Zufriedenheit mit dem aktuellen System zu unterstellen und zu schlussfolgern, es müssten nur ein paar marginale Änderungen vorgenommen werden, ansonsten sei die Ärzteschaft mit ihrer Zwangsmitgliedschaft in der KBV zufrieden", so Geis.

Mit den Hausärzten in Bayern werde es auch künftig "keinen Persilschein für die KBV und ihren Vorsitzenden Köhler" geben, erklärte Geis. Der BHÄV halte an der Forderung nach einer Reform des Kollektivvertragssystems fest. (sto)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17787)
Bayern (753)
Organisationen
KBV (6684)
Personen
Dieter Geis (114)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »