Ärzte Zeitung, 07.02.2013

Thüringen

Land fördert Niederlassung finanziell

ERFURT. Mit günstigen Krediten will das Thüringer Sozialministerium die Niederlassung von Ärzten im Freistaat erleichtern.

In diesem Jahr sind 300.000 Euro und im kommenden 600.000 Euro im Landeshaushalt eingeplant, um Haus- und Fachärzten bei der Finanzierung der eigenen Praxis zu helfen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Sowohl die Gründung einer eigenen Praxis also auch die Übernahme einer bestehenden soll gefördert werden. Das Geld wird über die landeseigene Thüringer Aufbaubank (TAB) ausgereicht.

Damit soll das erfolglose Förderprogramm "Thüringen Dynamik" abgelöst werden, über das Ärzte seit knapp zwei Jahren Förderkredite beantragen können.

Allerdings ist die Nachfrage verhalten. Nur ein Arzt habe bislang einen Antrag gestellt, erklärte ein Sprecher der TAB. Und dieser Interessent musste auch noch abgelehnt werden, weil er den Förderkriterien nicht entsprach.

Das Darlehen sei nur für die Anschaffung neuer Wirtschaftsgüter gedacht, nicht aber im Fall einer Praxisübernahme.

"Leider eine absolute Fehlkonstruktion", sagte Sven Auerswald, Hauptgeschäftsführer der KV Thüringen. Er begrüßte die Auflage eines neuen Förderprogramms, das auch die Übernahme von Praxen unterstützt. (rbü)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Marathon geht Amateuren richtig ans Herz

Wer sich als Amateur an einen Marathon wagt, ist trotz regelmäßigen Trainings kardial gefährdet. Studienautoren geben einen Tipp, um das Herz nicht so stark zu belasten. mehr »

Bei jedem Zweiten wirkt der ärztliche Rat

Stress vermeiden, mehr Sport treiben und Abnehmen zählen zu den Klassikern bei den guten Vorsätzen, wie eine Hitliste zeigt. Wenn der Arzt dazu auffordert, macht das vielen Patienten Beine, berichtet die DAK. mehr »

„Das ist keine Propagandaschlacht“

Einige Passagen im geplanten Termineservice- und Versorgungsgesetz stoßen Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie zuversichtlich sind, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »