Ärzte Zeitung, 04.04.2013

Honorar

In Hamburg muss das Schiedsamt ran

kv-hamburg-L.jpg

HAMBURG. Die Honorarverhandlungen zwischen Krankenkassen und KV in Hamburg sind offiziell gescheitert. Dies gab die KV nach mehrmonatigen Verhandlungen und öffentlichen Auseinandersetzungen bekannt.

Nun ist das Schiedsamt eingeschaltet, das aber nach Informationen aus der KV voraussichtlich nicht vor Juni entscheiden kann. Auch über die Besetzung des Schiedsamtsvorsitzenden hatten sich beide Parteien lange Zeit nicht verständigen können.

Den Vorsitz hat nun Dirk Dau, ehemaliger Richter am Bundessozialgericht, übernommen. Nach Auskunft der Krankenkassen hat man sich einvernehmlich auf Dau verständigt.

Die festgefahrene Situation ist entstanden, weil die Praxisinhaber in der Hansestadt bei Honoraranpassungen nach KV-Darstellung jahrelang nur unterdurchschnittlich berücksichtigt wurden und im Vergleich zu anderen Bundesländern schlechtergestellt sind.

Hierfür verlangt die KV nun einen Ausgleich, den die Kassen ablehnen. Die KV begleitet die Auseinandersetzung durch eine Kampagne, mit der die Öffentlichkeit auf die finanziellen Rahmenbedingungen der Praxen aufmerksam gemacht werden soll.

Trotz des offiziellen Scheiterns der Gespräche betonte die KV ihre Bereitschaft, jederzeit für Verhandlungen zur Verfügung zu stehen. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

12:58Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »