Ärzte Zeitung, 15.04.2013
 

Ausbildung

KV Sachsen zahlt Studium in Ungarn

DRESDEN. In Sachsen haben sich 63 Abiturienten um ein Medizinstudium in Ungarn beworben. Wie die KV mitteilte, haben sie sich an einem schriftlichen Auswahltest beteiligt, 20 von ihnen werden ab dem kommenden Wintersemester mit einem KV-Stipendium in Ungarn studieren.

Die KV Sachsen bietet das Stipendium in diesem Jahr erstmalig an. Dabei werden den Studenten die Studiengebühren gezahlt und ein Zuschuss, rund 80 000 Euro, nimmt die KV pro Student in die Hand.

Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren und nach der Facharztanerkennung mindestens fünf Jahre an der hausärztlichen Versorgung in Sachsen außerhalb von Dresden, Leipzig und Chemnitz teilzunehmen.

Damit soll die ländliche Versorgung verbessert werden.80 Bewerber gab es laut KV insgesamt, 63 wurden schließlich ausgewählt, in einem schriftlichen Test wurde "sowohl die fachliche und persönliche Eignung der Bewerber für das Medizinstudium und eine spätere hausärztliche Tätigkeit" geprüft.

30 Bewerber werden letztlich der Universität Pécs vorgeschlagen, diese wiederum wird 20 davon aufnimmt. (tt)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Keine Herzgeräusche im Stehen – kein Herzfehler

Mit einer simplen Methode können Ärzte pathologische von physiologischen Herzgeräuschen bei Kindern unterscheiden. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

15 Jahre nach der hochemotionalen Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen fürchten Forscher durch das Stammzellgesetz Nachteile in Deutschland. mehr »

Art der Heilung zählt fürs Honorar

Bei der Abrechnung der postoperativen Wundversorgung haben Hausärzte im EBM mehr Möglichkeiten als häufig angenommen. mehr »