Ärzte Zeitung, 05.07.2013

Bundestagswahl

Medi-Chef für Schwarz-Rot

STUTTGART. Der Ärztebund Medi zeigt sich bitter enttäuscht von der schwarz-gelben Regierungskoalition.

Vor vier Jahren hatte Medi noch eine Empfehlung für Union und FDP ausgesprochen - das ist für Verbands-Chef Dr. Werner Baumgärtner aktuell nicht mehr vorstellbar.

Er befürworte persönlich die Wahlempfehlung für eine große Koalition, sagte Baumgärtner im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung", und zwar aus taktischen Gründen. Die Union spreche sich gegen die Bürgerversicherung aus, die SPD für die Förderung der Selektivverträge.

Im Juli sollen Medi-Mitglieder nach ihren Vorstellungen befragt, die Ergebnisse dann zeitnah veröffentlicht werden.

Verbreitet sei unter Ärzten mit Blick auf den 22. September auch die Haltung, Medi solle sich nicht positionieren, so Baumgärtner. Er selber könne eine ordnungspolitische Linie schwarz-gelber Gesundheitspolitik nicht erkennen.

Das Versorgungsstrukturgesetz habe an den Rahmenbedingungen für die Arbeit von Vertragsärzten "nichts geändert". (fst)

Lesen Sie dazu auch:
Anti-Korruptionsgesetz: Medi sieht Ärztenetze "kriminalisiert"

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »