Ärzte Zeitung online, 29.10.2013

"Staatsallianz" gegründet

Beamten-Verbände gegen Bürgerversicherung

Die Beamten in Deutschland wollen ihre Interessenvertretung stärken. Mit der Gründung der "Staatsallianz" wollen sie vor Beginn der Koalitionsgespräche auf die Belange der Staatsbediensteten aufmerksam machen.

BERLIN. Beamte, Soldaten, Richter und Staatsanwälte haben sich zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen zu einer "Staatsallianz" zusammengetan. Das Bündnis dringt auf Stärkung der Dritten Gewalt und des öffentlichen Dienstes.

Grund für den Zusammenschluss von dbb Beamtenbund, Deutschem Bundeswehrverband und Deutschem Richterbund sei auch "die Sorge vor wachsender Staatsverdrossenheit".

"Sparrunden, Privatisierungswellen und Reformaktionismus" hätten die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Sektors "stark beschädigt", heißt es in einem am Montag in Berlin vorgestellten Thesenpapier des Bündnisses.

Dies habe ihn für Arbeitnehmer zunehmend unattraktiv gemacht und die Motivation der Mitarbeiter geschwächt.

Die Verbände fordern mit Blick auf die derzeit laufenden Koalitionsgespräche von Union und SPD die Stärkung des Berufsbeamtentums und Schritte zur Beseitigung des Fachkräftemangels. Alle Formen der von der SPD propagierten Bürgerversicherung lehnen sie ab.

dbb-Chef Klaus Dauderstädt sagte, das Dreier-Bündnis vertrete zwar die Interessen seiner Mitglieder.

"Wir sind aber auch und vor allem die "Staatsdiener", die eine besondere Verantwortung für das Funktionieren ihres Staates haben und fühlen." (dpa)

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[29.10.2013, 16:08:39]
Peter Friemelt 
Viele Beamte wollen in die GKV
Wen vertritt diese Staatsallianz? In unsere Beratung kommen jedenfalls viele Beamte, die gar nicht zufrieden sind mit der Beihilfe und der privaten Restabsicherung. Viele Beamte bleiben auf hohen Eigenbeteiligungen sitzen und würden gerne in gesetzliche Kassen wechseln. Mit der Bürgerversicherung wäre das endlich möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Friemelt, Patientenstelle München zum Beitrag »

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