Ärzte Zeitung, 09.05.2014

Bereitschaftsdienst

KV Niedersachsen vereinheitlicht Fahrzeiten

Der fahrende Bereitschaftsdienst in Niedersachsen soll künftig einheitliche Zeiten erhalten. So soll auch die Niederlassung für junge Ärzte attraktiver werden.

HANNOVER. Die KV Niedersachsen will ab dem 1. Juli 2014 einheitlich Zeiten für den fahrenden Bereitschaftsdienst schalten.

"Damit die niedersächsischen Bürger auch in Zukunft - vor allem in ländlichen Regionen - zuverlässig außerhalb der üblichen Sprechstunden von einem Arzt versorgt werden können, wird es einheitliche Zeiten für den fahrenden Bereitschaftsdienst geben", sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Niedersachsen, Mark Barjenbruch.

Der Schritt soll es auch jungen Ärzten erleichtern, sich auf dem Land niederzulassen. Gerade dort suchen viele Ärzte derzeit vergeblich nach einem Nachfolger, weil der kassenärztliche Bereitschaftsdienst aufgrund der zusätzlichen Belastung in der Nacht oder an den Wochenenden junge Ärzte von der Niederlassung abhält, so die KV Niedersachsen.

Nachdem die Bereitschaftsdienstbereiche in den vergangenen Jahren vergrößert wurden, sei die Dienstfrequenz auf maximal vier Dienste je Arzt im Quartal gesunken. "Nun gehen wir einen Schritt weiter und vereinheitlichen Dienstzeiten", sagte Barjenbruch.

Für den fahrenden Bereitschaftsdienst gelten damit ab 1. Juli 2014 folgende Dienstzeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15:00 Uhr.

Samstag, Sonntag, Feiertag, Heiligabend und Silvester ab 8:00 Uhr. Der fahrende Bereitschaftsdienst ist jeweils bis zum Folgetag um 7:00 Uhr erreichbar. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »