Ärzte Zeitung online, 03.07.2014

Sachsen-Anhalt

Neue Finanzspritzen für angehende Hausärzte

Finanzspritzen für angehende Hausärzte

Die KV Sachsen-Anhalt hat ihr Förderprogramm weiter ausgebaut: Nun werden auch einzelne Ausbildungsabschnitte für angehende Hausärzte gefördert.

MAGDEBURG. Ein neues Förderpaket, das bestehende Maßnahmen nicht etwa ablöst, sondern ergänzt, soll Medizinernachwuchs nach Sachsen-Anhalt bringen.

Ergänzend zu den Stipendien, die bislang ab dem dritten beziehungsweise ersten Studienjahr (für eingeschriebene Studenten der Klasse für Allgemeinmedizin an der Uni Halle) gewährt worden sind, können seit 1. Juli dieses Jahres auch einzelne Ausbildungsabschnitte für angehende Hausärzte gefördert werden.

So können Studierende für Blockpraktika in Praxen außerhalb der Universitätsstädte 250 Euro und damit 100 Euro mehr als in Praxen Magdeburgs und Halles, beantragen. Ein Tertiär Allgemeinmedizin innerhalb des Praktischen Jahres kann für den Studenten mit monatlich 597 Euro und für die Praxen mit 500 Euro bezuschusst werden.

Voraussetzung ist in jedem Fall die Bereitschaft der Studierenden, sich als Hausärzte in Sachsen-Anhalt niederzulassen. Möglichst natürlich in unterversorgten Regionen.

John: "Wir haben die Zugangsbedingungen gelockert und wollen die Wünsche der Studenten stärker berücksichtigen." Viele Studenten hätte die Vorstellung der "Zwangszuweisung" eines Praxisortes abgeschreckt.

Deutlich höheren Zuspruch erhofft

Derzeit erhalten 51 Studenten Stipendien zwischen 200 und 800 Euro pro Monat. Mit den neuen Förderungen hofft John auf deutlich höheren Zuspruch.

Ergänzend zur Förderung angehender Hausärzte, die auf dem Weg zum Facharzt bis zu 4500 Euro pro Monat erhalten, wird nun auch der ambulante Teil der Weiterbildung in der Dermatologie und Augenheilkunde gefördert (3500 Euro pro Monat). Zudem soll der Aufbau von KV-eigenen Filialpraxen weiter forciert werden.

Finanziert werden sollen die neuen Maßnahmen aus einem Strukturfonds, den die KVSA und die Krankenkassen gemeinsam und zu gleichen Teilen jährlich mit 1,4 Millionen Euro speisen.

Ein Teil des Geldes ist für die Finanzierung zweier zusätzlicher Studienplätze für künftige Hausärzte in Sachsen-Anhalt vorgesehen.

John: "Wir sind innerhalb Deutschlands auf der Suche nach einer Universität und hoffen, das Projekt im kommenden Jahr umsetzen zu können." (zie)

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