Ärzte Zeitung, 05.12.2014

Benzodiazepine

Gemeinsame Aktion gegen Tablettensucht

BERLIN. Patienten und Ärzte stärker für die Risiken von Schlaf und Beruhigungsmitteln zu sensibilisieren, soll eine gemeinsame Aufklärungskampagne von Barmer GEK, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundesärztekammer.

"Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst.

Mitunter reicht es schon, die Medikamente drei bis vier Wochen einzunehmen, um eine Abhängigkeit zu entwickeln", so die Suchtpräventionsexpertin der Barmer GEK, Andrea Jakob-Pannier.

Eine Orientierungshilfe, wie Schlaf- und Beruhigungsmittel richtig verschrieben und angewendet werden, biete die sogenannte 4-K-Regel.

Diese Regel steht für klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »