Ärzte Zeitung, 05.12.2014

Benzodiazepine

Gemeinsame Aktion gegen Tablettensucht

BERLIN. Patienten und Ärzte stärker für die Risiken von Schlaf und Beruhigungsmitteln zu sensibilisieren, soll eine gemeinsame Aufklärungskampagne von Barmer GEK, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundesärztekammer.

"Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst.

Mitunter reicht es schon, die Medikamente drei bis vier Wochen einzunehmen, um eine Abhängigkeit zu entwickeln", so die Suchtpräventionsexpertin der Barmer GEK, Andrea Jakob-Pannier.

Eine Orientierungshilfe, wie Schlaf- und Beruhigungsmittel richtig verschrieben und angewendet werden, biete die sogenannte 4-K-Regel.

Diese Regel steht für klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, in welchen Fachbereichen die Vergreisung besonders stark ist. mehr »

Deutschland will Zuckerberg bezwingen

Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesundheitsbewusste Ernährung, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. Die Politik will eingreifen. mehr »

Riskanter Psychopharmaka-Einsatz in Altenheimen?

Wie oft bekommen Bewohner deutscher Altenheime beruhigende Medikamente? Diese Frage widmet sich eine jetzt Studie. Anscheinend liegt manches im Argen. mehr »