Ärzte Zeitung, 05.02.2015

Cochrane Zentrum

Experten loben Arbeit

BERLIN. Experten sehen in der Arbeit des Deutschen Cochrane Zentrums (DCZ) für evidenzbasierte Medizin eine zentrale Aufgabe zur Stärkung des Gesundheitswesens.

Der Bedarf an international gesammelten, verständlich aufbereiteten medizinischen Erkenntnissen wachse, erklärten Sachverständige am Mittwoch bei einem Expertengespräch im Gesundheitsausschuss des Bundestags.

Der evidenzbasierten Medizin werde dabei eine steigende Bedeutung zugemessen, etwa was den internationalen Wissenstransfer und die Methoden-Anpassung angehe, hieß es dort nach einer Mitteilung des Bundestages.

In Deutschland gebe es hier teilweise noch Aufholbedarf. DCZ-Direktor Gerd Antes wies auf die "wackelige Finanzierung" seiner Institution hin, die unter kurzfristigen Verträgen und Personalmangel leide.

Es bestehe zudem "ein völliges Annahmeverbot von Industriemitteln", egal für welchen Zweck und aus welcher Quelle. Das mache die Organisation einerseits finanziell "extrem verwundbar", präge aber auch ihren guten Ruf. (jk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »