Ärzte Zeitung, 11.03.2015

Psychotherapeuten

Beschwerde beim BMG eingereicht

BERLIN. Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) hat eine Aufsichtsbeschwerde beim Bundesgesundheitsministerium eingereicht. Begründung: Seit acht Monaten sei der vom Erweiterten Bewertungsausschuss festgesetzte Termin zur Überprüfung der angemessenen Vergütung antragspflichtiger psychotherapeutischer Leistungen verstrichen.

Die KBV hatte den Erweiterten Bewertungsausschuss angerufen mit dem Ziel, die Bundessozialgerichtsrechtsprechung durchzusetzen. Danach ist der Bewertungsausschuss verpflichtet, Vergütungshöhen regelmäßig zu überprüfen.

Der Ausschussvorsitzende Professor Jürgen Wasem hatte als Frist für die Überprüfung den 30. Juni 2014 festgesetzt.

Der bvvp appelliert jetzt zusammen mit der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) und der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP) dringend an die KBV, sich entschieden für die Festlegung der Psychotherapeutenvergütung einzusetzen.

"Bis jetzt geht nichts voran", heißt es in einer Mitteilung.

Noch vor der ersten Lesung des Versorgungsstärkungsgesetzes hatten die Psychotherapeuten nach eigenen Angaben gefordert, dem Bewertungsausschuss eine jährliche Überprüfung vorzuschreiben.

Diese mache eine nachträgliche Berechnung überflüssig und führe zur Festlegung einer angemessenen Vergütung für das Folgejahr, so die Begründung. (eb)

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