Ärzte Zeitung online, 05.05.2015

Pathologie

Verband erwägt Modelle zur Kostenerstattung

BERLIN. Der Bundesverband Deutscher Pathologen will angemessene Versorgungsstrukturen für seinen Fachbereich erreichen.

Auslöser für die Suche nach einem "dritten Modell" außerhalb der Blöcke ambulant und stationär ist deren Präsident Professor Werner Schlake zufolge die unbefriedigende Vergütung im Bereich der Molekularpathologie in der individualisierten Medizin.

Da die jetzige Gebührenhöhe nicht ausreichend sei, wollen die Pathologen in geeigneten Fällen zur Kostenerstattung greifen, unterstrich Schlake am Dienstag im Anschluss an den 15. Bundeskongress Pathologie in Berlin. Dieser Weg sei auch für alle Bereiche der Pathologie denkbar.

Auf dem Kongress diskutierte der Verband auch Modelle, wonach die Pathologie innerhalb der ambulanten spezialärztlichen Versorgung unterzubringen ist.

Als "intolerablen Rückschritt" bezeichnete Schlake die Bedarfsplanung. Sie bewirke den Rückbau eines bislang suprasektoralen Fachgebietes in die Blöcke ambulant und stationär.

Damit werde die Erfahrung des "Musterfinders" Pathologe auf Sektoren beschränkt und die ganzheitliche Erkenntnis des Tumors verhindert. (mam)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »