Ärzte Zeitung, 11.05.2015

Schmerzpatienten

Cannabis soll einfacher verfügbar sein

BERLIN. Der Bundesrat plädiert dafür, Cannabis-Extrakt und -Blüten als verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel für die Regelversorgung von Schmerz- und Palliativpatienten zuzulassen. Diese müssten dann auch von den gesetzlichen Kassen erstattet werden.

Dabei sollen die Erfahrungen berücksichtigt werden, die in der Vergangenheit beim Verfahren der Ausnahmeerlaubnis für die Selbsttherapie gewonnen wurden. Bislang stehe nur ein cannabishaltiges Fertigarzneimittel in eingeschränkter Indikation zur Verfügung, heißt es in der Begründung der am Freitag gefassten Entschließung.

Zudem stimmte der Bundesrat einer Verordnung zu, mit der der Missbrauch synthetischer Cannabis-ähnlicher Stoffe eindämmt werden soll. Sie dürfen nicht mehr auf Rezept verordnet, sondern nur noch zu Forschungszwecken verwendet werden. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »