Ärzte Zeitung online, 14.08.2015

TTIP-Abkommen

Warnung vor "Ökonomisierung"

DRESDEN. Mit Blick auf die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) warnen Ärzte in Sachsen vor einer Ökonomisierung des Gesundheitssektors. Kapitalinteressen dürften medizinische Entscheidungen nicht beeinflussen, sagte Erik Bodendieck, Allgemeinmediziner und Vizepräsident des Landesverbandes der Freien Berufe.

Er sorge sich um die Qualität der Patientenbehandlung. Sollten US-amerikanische Unternehmen zum Beispiel die Möglichkeit erhalten, in ambulante Versorgungseinrichtungen zu investieren, erhöhe dies den Druck auf Ärzte, besonders profitabel zu arbeiten, erklärte Bodendieck, der auch Präsident der sächsischen Landesärztekammer ist. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »