Ärzte Zeitung online, 02.12.2015

Vermutete Untreue

Gröhes Ministerium zeigt Köhler an

Das Bundesgesundheitsministerium hat Anzeige wegen vermuteter "Untreue in besonders schwerem Fall" gegen den einstigen KBV-Chef Köhler erstattet.

BERLIN. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben eine spektakuläre Entwicklung genommen.

Das Ministerium hat in dieser Woche bei der Berliner Staatsanwaltschaft Anzeige gegen den früheren KBV-Chef Dr. Andreas Köhler eingereicht. Das hat ein Ministeriumssprecher der "Ärzte Zeitung" bestätigt. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe darüber berichtet.

Es geht um Mietzuschüsse von 96000 Euro

Die Anzeige erfolgte wegen vermuteter "Untreue in besonders schwerem Fall". Auslöser sind Mietzuschüsse in Höhe von 96.000 Euro, die Köhler im Laufe seiner Amtszeit zu Unrecht kassiert haben soll. Der Zeitpunkt der Anzeige hängt mit der bevorstehenden Verjährung der Vorgänge zusammen, hieß es.

Die Vorgänge sollen in der nicht-öffentlichen KBV-Vertreterversammlung am Donnerstag beraten werden, hieß es aus KBV-Kreisen (af)

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Andreas Köhler (1253)
[02.12.2015, 20:17:44]
Dr. Wolfgang Bensch 
Wie schlecht muss Köhler bezahlt worden sein
wenn ihm ein "Sozialbonus" gewährt wurde?
Sind die jährlichen Publikationen der Gehälter bei den KV-Spitzen unzutreffend? zum Beitrag »
[02.12.2015, 12:36:04]
Dr. Henning Fischer 
Sodom und Gomorra in der KBV

und nur das BMG kann da einschreiten?

"Selbstverwaltung" = Verwaltung der eigenen Bezüge durch die Funktionäre "selbst"
 zum Beitrag »

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